Von der Navi-App bis zum Reifendruck-Tracker FIT E-Bike

Erklärt: Internet-of-Things am Fahrrad

Internet-of-Things am Fahrrad Von der Navi-App bis zum Reifendruck-Tracker

Immer öfter spricht man auch im Zusammenhang mit Fahrrädern vom sogenannten Internet der Dinge. Doch was ist das überhaupt?

Das Fahrrad wird digital. Egal, ob es um die Navigation, den Reifendruck oder die Geschwindigkeit geht – mithilfe von Apps und Sensoren können wir unser Fahrrad heute mit allerlei digitalen Funktionen ausstatten. Doch damit nicht genug: Schon jetzt zeigen die Neuentwicklungen der Fahrradhersteller, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren mit rasender Geschwindigkeit fortsetzen wird.

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit diesem technischen Fortschritt besonders oft fällt, ist das sogenannte Internet of Things, oftmals auch als IoT oder Internet der Dinge bezeichnet. Doch was ist das Internet of Things überhaupt? Und wie macht es sich beim Fahrrad bemerkbar? Das haben wir dir im Folgenden ausführlich zusammengefasst.

Internet of Things (IoT) – was ist das?

Was das Internet der Dinge ist, zeigt sich bereits am Begriff selbst: Während das Internet ("World Wide Web") ein weltweites Datennetzwerk ist, ist das Internet of Things ein Netzwerk zwischen Dingen. Aus diesem Grund wird das Internet of Things oft als Maschinen- oder Gerätenetzwerk bezeichnet. Statt nur Daten zu übermitteln, soll mit seiner Hilfe der Austausch zwischen den einzelnen Geräten möglich sein. Prinzipiell handelt es sich beim Internet der Dinge also um ein Netzwerk zwischen Geräten – in unserem Fall also zwischen Fahrrädern und ihren Komponenten.

Das Internet of Things kann sich dabei in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens bemerkbar machen. So ist es beispielsweise in den Bereichen Smart Home oder Smart Living zu finden, aber auch im Gesundheitsbereich oder in der Industrie lässt sich das Internet of Things bereits nutzen – und zwar nicht nur zur Steigerung der Effizienz, sondern auch der Sicherheit. Auch beim Fahrrad ist das so – aber dazu später mehr.

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Wie funktioniert das Internet of Things (IoT)?

Die Basis des IoT bildet die Vernetzung aller Gegenstände über eine gemeinsame Plattform, über die alle Geräte untereinander kommunizieren können. Diese Plattform muss sowohl auf der Hardware- als auch auf der Software-Seite mit den jeweiligen Geräten vernetzbar sein. Die Kommunikation verläuft dabei entweder drahtlos oder per Funk.

Dieses interne Netzwerk füttert sich nicht nur gegenseitig mit Daten, sondern produziert auch Daten, die für den User sichtbar sind. Meist werden diese in speziellen Apps visualisiert, sodass der User beispielsweise erfährt, mit welcher Unterstützungsstufe der Motor gerade anschiebt oder welcher Luftdruck sich gerade in den Reifen befindet. Die Funktionsvielfalt ist dabei quasi unendlich, was auch die ständig neuen Entwicklungen der E-Bike-Hersteller zeigen.

Welche Vorteile bringt uns das Internet of Things?

Die bereits genannten Beispiele zeigen dabei sehr gut, welch neue Möglichkeiten das Internet of Things für den Nutzer schafft. Ein weiteres Beispiel: Dank des Internets der Dinge kann man checken, ob sich das E-Bike in einem guten Zustand befindet – oder entsprechende Maßnahmen ergreifen. Denn bei jeder Bewegung des Fahrrads sendet es Daten an den Hersteller. Dieser kann so immer über den Zustand des Fahrrads informiert werden und der Nutzer bekommt eine Benachrichtigung, wenn das Fahrrad nicht mehr in Ordnung ist. Im besten Falle zeigt die vom Hersteller bereitgestellte App direkt auch noch die nächste Werkstatt an, sodass die Reparatur schnell durchgeführt werden kann.

IoT am Fahrrad – einige Beispiele

  1. E-Bike-Antriebe: Das Internet-of-Things sorgt dafür, dass der Elektromotor, der Akku und das E-Bike-Display miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Viele Hersteller bieten inzwischen auch Apps für ihre E-Bikes an. Diese Apps erlauben es beispielsweise, Einstellungen am Motor digital per App vorzunehmen.
  2. Radservice und Werkstatt: Manche Hersteller bieten für ihre E-Bikes bereits Systemdiagnosen an, wie man sie aus dem Automobil-Bereich kennt. So kann beispielsweise per App erkannt werden, ob mit dem Motor etwas nicht in Ordnung ist. Auch Systemupdates können per App aufgespielt werden.
  3. Apps als Display-Ersatz: Manche E-Bike-Hersteller haben Apps im Angebot, die das klassische E-Bike-Display ersetzen. Diese Apps zeigen dann nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die aktuelle Unterstützungsstufe des Motors an.
  4. Reifendrucksensoren: Bei neuen Autos kann man den Reifendruck bequem im Bordcomputer ablesen. Das geht inzwischen auch bei Fahrrädern. Adapter am Ventil kontrollieren ständig den Reifendruck und senden die Informationen digital ans Smartphone – dank des Internet of Things.
  5. Diebstahlschutz: Ins E-Bike eingebaute Tracker sorgen dafür, dass man das E-Bike auch dann verfolgen kann, wenn es nicht in Sichtweite ist. Manche Anbieter ermöglichen sogar das Aufschließen und Abschließen des Fahrrads per App.
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Fazit

Das Fahrrad wird digital – auch dank des Internets der Dinge. Es ist in jedem Fall eine interessante Entwicklung, die die Technologie unseres Lieblingsgefährts in diesen Tagen nimmt. Denn nachdem das Fahrrad rund 200 Jahre lang ein ausschließlich mechanisches Produkt war, ändert sich das im E-Bike-Zeitalter grundlegend. Wir dürfen daher gespannt sein, wohin die technische Reise des Fahrrades in den kommenden Jahren gehen wird.

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