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Der Fahrradklima-Test: Wie gut ist deine Stadt?

Der Fahrradklima-Test Gutes Klima?

Wie ist eigentlich das Fahrrad-Klima in deiner Stadt? Eine ziemlich klare Aussage dazu gibt der Fahrradklima-Index. Aber was ist das eigentlich? Und wie kannst du da mitmachen? Wir haben die Antworten.

Was ist der Fahrradklima-Index?

Schon zum zehnten Mal führt der ADFC den Fahrradklima-Test durch. ADFC, das ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, nach eigenen Angaben die größte Interessenvertretung für Radfahrerinnen und Radfahrer weltweit mit mehr als 215.000 Mitgliedern. Der ADFC setzt sich für das Fahrrad als wichtigen Faktor der Verkehrswende ein. Selbst erklärtes Ziel des ADFC ist es, dass Deutschland ein Fahrradland wird, das Fahrrad mehr Platz bekommt, und die Gesetzgebung fahrradfreundlicher wird. Erstmals fand er im Jahr 2005 statt, bis Ende November 2022 läuft die zehnte Runde der deutschlandweiten Umfrage. Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Wie zufrieden bist du mit dem Radwege-Netz in deinem Ort, wie gut fühlst du dich von anderen Verkehrsteilnehmern akzeptiert, was tut deine Gemeinde für den Radverkehr? Mitmachen kann jeder – online, oder per Fragebogen. Beim Fahrradklima-Test im Jahr 2020 haben rund 230.000 Menschen mitgemacht. Damit ist der ADFC-Fahrradklima-Test die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit, sagt zumindest der ADFC.

Warum ist der Fahrradklima-Test wichtig?

Durch die enorm hohe Teilnehmerzahl hat diese Befragung eine starke Aussagekraft. Von rund 230.000 Teilnehmern können Demoskopen zum Beispiel bei den üblichen Umfragen zur Wählerzufriedenheit nur träumen – hier werden ein paar 1000 Menschen befragt, und auch diese Aussagen sind schon repräsentativ. Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests geben also ein durch die Teilnehmerzahl extrem fundiertes und sehr detailliertes Bild, in welchen Städten Menschen auf dem Fahrrad gut unterwegs sind – und in welchen nicht. Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests finden schon seit Jahren auch in überregionalen Medien Erwähnung. Die Städte, die am besten bewertet werden – und manchmal auch die Schlusslichter – werden deutschlandweit als "Fahrrad-Stadt" oder eben auch als fahrradfeindliche Stadt bekannt. Spätestens seit dem Fahrrad-Boom durch Corona und die Mobilitätswende ist der Fokus der Städte auf dieses Thema noch größer geworden, und damit gewinnen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests noch an Bedeutung. Wie bedeutend die Umfrage ist zeigt sich auch daran, dass sie vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert wird.

Was sind die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests?

Beim Fahrradklima-Test im Jahr 2020 haben knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden bewertet. Der Test gliedert die Städte nach ihrer Einwohnerzahl auf und erstellt jeweils ein Ranking. Das sind die aktuell am besten bewerteten Fahrrad-Städte in Deutschland:

Städte >50000 Einwohner

  • Bremen
  • Hannover
  • Frankfurt am Main

Städte 200000 bis 500000 Einwohner

  • Karlsruhe
  • Münster
  • Freiburg

Städte 100000 bis 200000 Einwohner

  • Göttingen
  • Erlangen
  • Heidelberg

Städte 50000 bis 100000 Einwohner

  • Nordhorn
  • Bocholt
  • Konstanz

Mitmachen: Der aktuelle Fahrradklima-Test

Bis Ende November 2022 läuft die aktuelle Umfrage zum zehnten Fahrradklima-Test. Unter www.fahrradklima-test.de kann jeder mitmachen und in ein paar Minuten die Fragen beantworten – das ist eine tolle Gelegenehit, deiner Stadt ein Zeugnis auszustellen, wie gut sie den Radverkehr unterstützt und fördert. So kannst du Einfluss darauf nehmen, dass deine Stadt vielleicht zukünftig noch mehr für uns fahrradfahrer macht – oder ihr zeigen, was deiner Meinung bereits gut läuft. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse werden dann im Frühjahr 2023 vorgestellt.

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