Kinder auf die Straßen Norbert Michalke

Kidical Mass für Kinderrechte im Straßenverkehr

Jetzt mitmachen: Kidical Mass Kinder auf die Straßen

40.000 meist sehr junge Menschen waren bei der letzten Kidical Mass wieder auf den deutschen Straßen, europaweit waren es noch viel mehr. Der Grund? Kinder sollen sich im Straßenverkehr sicherer fühlen. Mit diesem Anliegen sammelt ein großes Aktionsbündnis unter dem Namen Kidical Mass Stimmen bei einer Onlinepetition.

"Kinder sind nicht nur niedlich. Sie brauchen Rechte, die sie im Straßenverkehr schützen. Deshalb fordern wir, dass das Straßenverkehrsrecht komplett umgekrempelt wird." Das sagt Simone Kraus, sie ist die Organisatoren von Kidical Mass in Deutschland. Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung, die es seit 2017 auch im deutschsprachigen Raum gibt. Herzstück des Aktionsbündnisses sind über 250 lokale Organisationen und Initiativen, unterstützt von überregionalen Organisationen wie dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Pro Velo Schweiz und dem Verkehrsclub Deutschland VCD.

Simone Kraus findet im Namen von Kidical Mass: "Der Schutz der Kinder muss in den Fokus gerückt werden. Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können, egal ob auf dem Weg zur Schule, zum Hobby oder zu Freunden und Freundinnen."

Die Kidical Mass fordert darum Bundesverkehrsminister Volker Wissing dazu auf, umgehend die Reform des Straßenverkehrsrechts auf den Weg zu bringen. Parallel zur Überarbeitung des Straßenverkehrsgesetzes soll er frühzeitig das Gespräch mit den Ländern aufnehmen, um 2023 die Umsetzung der neuen Gesetzesziele in der Straßenverkehrsordnung sicherzustellen.

Die Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses

Das neue Straßenverkehrsrecht soll die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote und Schwerverletzte – zum Ziel haben. Und es soll die selbständige und sichere Mobilität der Kinder ermöglichen – auf dem Weg zur Schule, zu Freund:innen, zum Sportverein oder Spielplatz. Städte und Gemeinden sollen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet. Um diese Ziele zu erreichen, fordert Kidical mass zum Beispiel:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegnetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (zum Beispiel wie Kiezblocks in Berlin oder Superblocks in Barcelona)

So kannst du mit deinen Kindern aktiv werden

Die Forderungen von Kidical Mass kommen natürlich nicht nur den Kleinen zugute, denn in kinderfreundlichen, grünen Städten und Gemeinden gibt es viele und vielfältige Freiräume zum Spielen und für ein soziales Miteinander zwischen allen Generationen. Doch Kinder sind die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer, darum ist es nur folgerichtig, dass sie auch ihre Stimme erheben oder auf den Straßen ihr Gesicht zeigen. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat Kidical Mass zusammen mit Campact eine Kidical Mass Onlinepetition gestartet, bei der du mitmachen kannst.

Am 24. & 25. September 2022 wird es deutschlandweit das nächste gemeinsame Aktionswochenende in noch mehr Orten geben. Hier geht es direkt zur Homepage der Kidical Mass mit vielen weiteren Infos, außerdem kannst du auf der Homepage andere Aktive in deiner Umgebung finden und selbst aktiv werden – natürlich mit deinen Kindern.

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