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Vom Auto aufs Fahrrad – so gelingt der Umstieg

Zehn Tipps für zukünftige Radfahrer Vom Auto aufs Fahrrad – so gelingt der Umstieg

Die Benzinpreise steigen – der perfekte Zeitpunkt für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad. Wir haben die besten Tipps gesammelt.

Ein umweltfreundlicheres und gesünderes Leben zu führen, ist einer der Gründe, weshalb immer mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. In diesen Tagen kommen die stark gestiegenen Benzinpreise als weiteres Argument dazu, das Verkehrsmittel zu wechseln. Doch vom Auto aufs Fahrrad umsteigen – wie macht man das eigentlich am besten? Insbesondere, wenn man die Nutzung des Autos fest im Alltag integriert hat? Die folgenden zehn Tipps helfen dir, den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad so einfach und so schnell wie möglich zu bewältigen.

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Das richtige Fahrrad

Okay, dieser Punkt liegt auf der Hand. Wenn du vom Auto aufs Fahrrad umsteigen möchtest, brauchst du ein Rad. Dabei hast du die Qual der Wahl. Hast du vielleicht bereits ein Fahrrad zu Hause? Dann könnte das dein perfekter Auto-Ersatz sein. Doch nicht jedes Fahrrad eignet sich gleichermaßen, um den Pkw zu ersetzen. Ein sportliches Mountainbike ist zwar schnell im Gelände, rollt auf den asphaltierten Wegen in der Stadt aber nicht wirklich gut. Ein stylishes E-Bike sieht gut aus und ist einfach zu fahren – hat mangels Gepäckträger allerdings kaum Transportkapazitäten. Und ein Cargobike ist der perfekte Transporthelfer, ist aber nicht ganz so praktisch, wenn es darum geht, einen Parkplatz zu finden. Du siehst: Das richtige Fahrrad spielt eine entscheidende Rolle, wenn du einen Auto-Ersatz suchst. Welches Bike am meisten Sinn macht, hängt dabei ganz von deinen persönlichen Bedürfnissen ab. Ein Tipp: Ein Crossover-Bike deckt viele verschiedene Anwendungsbereiche ab und eignet sich daher sehr gut, um das Auto zu ersetzen.

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Ein funktionierendes Fahrrad

Nun hast du dir das perfekte Fahrrad ausgesucht und kannst es kaum erwarten, damit loszufahren. Doch bevor du dich in den Sattel schwingst, solltest du unbedingt sicherstellen, dass dein Gefährt auch einwandfrei funktioniert. Denn nichts ist ärgerlicher als eine Panne mitten auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen. Achte daher insbesondere darauf, dass Reifen und Bremse in Ordnung sind, bevor du dich auf die Straße begibst. Auch ein funktionierendes Licht ist wichtig, denn gerade im Winter fährt man häufiger bei schlechten Sichtbedingungen und da ist es besonders wichtig, gut sichtbar zu sein. Zu guter Letzt sollte die Schaltung funktionieren. Nichts ist nerviger als eine rasselnde Schaltung mit einer durchrutschenden Kette. Wir empfehlen deshalb, das Rad regelmäßig zum Service zu bringen, sodass du beim Fahren keine bösen Überraschungen erlebst.

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Förderprogramme checken

Du hast noch kein Fahrrad und willst dir ein neues Rad zulegen. Auch hier gelten selbstverständlich die beiden vorherigen Ratschläge. Ein absoluter Tipp ist aber das Checken von Förderprogrammen. Viele Arbeitgeber bieten beispielsweise Dienstrad-Programme an. Arbeitnehmer können im Rahmen eines solchen Programms mit einer sogenannten Gehaltsumwandlung beim Dienstrad-Leasing eines Fahrrades oder Pedelecs steuerliche Vorteile nutzen und bis zu 40 Prozent gegenüber einem Kauf sparen. Dabei sind die Fahrräder und Pedelecs auch in der Freizeit nutzbar, wenn gewisse steuerliche Voraussetzungen erfüllt sind. Doch damit nicht genug: In vielen Städten gibt es auch Förderprogramme für die Anschaffung von Lastenrädern. Auch hier kannst du finanzielle Vorteile genießen, wenn du vom Auto auf das Fahrrad umsteigst.

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Die richtige Ausstattung

Ein Fahrrad, das zum Autoersatz wird, sollte über die richtige Ausstattung verfügen. Dazu gehören insbesondere ein guter Sattel, bequeme Griffe, pannensichere Reifen und Licht. Dabei geht es nicht nur um das Plus an Komfort, das du genießt, wenn dein Fahrrad richtig ausgestattet ist. Vielmehr spielen auch die Themen Sicherheit und Verlässlichkeit eine große Rolle, dass der Umstieg vom Auto aufs Bike gelingt. Und gerade wenn du das Fahrrad regelmäßig für den Weg zur Arbeit oder in die Uni nutzen willst, ist eine gute Ausstattung essenziell. Wir empfehlen daher, insbesondere in Sachen Komponenten nicht am falschen Ende zu sparen.

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Die richtige Bekleidung

Wenn du vom Auto aufs Fahrrad umsteigst, solltest du dir auch die richtige Bekleidung zulegen. Dazu gehören beispielsweise ein Helm und geeignete Fahrradbekleidung. Ein Helm ist natürlich wichtig, um dich bei einem Unfall zu schützen. Doch auch die richtige Fahrradbekleidung trägt dazu bei, dass du sicher unterwegs bist und keine unnötigen Risiken eingehst. Wenn es draußen kalt ist, solltest du unbedingt auf warme und wasserdichte Kleidung setzen. Auch im Sommer musst du auf die richtige Bekleidung achten, damit du nicht überhitzt. Ein Tipp: Es gibt inzwischen einige Hersteller, die Radbekleidung anbieten, die von Alltagsbekleidung kaum zu unterscheiden ist. Damit bist du nicht nur modisch, sondern auch funktional unterwegs.

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Dem Wetter trotzen

Zur Bekleidung gehört auch der Regenschutz. Ein Tipp: Investiere in gute, wasserdichte Schuhe, die auch bei Regen gut sitzen und dich vor nassen Füßen schützen. Denn nichts ist unangenehmer, als mit nassen Socken und Schuhen im Büro zu sitzen oder durch den Supermarkt zu schlendern. Auch ein Regenschutz bzw. Schutzbleche für dein Fahrrad sind wichtig, damit du auch bei schlechtem Wetter unterwegs sein kannst. Wenn du im Winter vom Auto auf das Fahrrad umsteigst, solltest du dir zudem spezielle Reifen fürs Rad besorgen. Diese sind meist etwas teurer, rollen aber auch bei Eis und Schnee besser und geben dir so mehr Sicherheit. Tipp: Ein guter Weg, um das Fahrradfahren bei schlechtem Wetter attraktiver zu machen, ist die Investition in einen schönen Regenmantel. Denn wenn du dich in deiner neuen Ausrüstung wohlfühlst, ist das Radeln im Regen auch gleich viel angenehmer.

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Das richtige Zubehör

Auch das Zubehör will richtig ausgesucht sein. Und dabei geht es nicht um die Basisausstattung des Fahrrades in Sachen Licht und Co. Speziell für Pendler bieten einige Hersteller beispielsweise Taschen an, die du an den Gepäckträger hängen kannst und die Office-Tasche und Bike-Bag in einem sind. Auch ein guter Bike-Rucksack kann helfen, Einkäufe leichter zu transportieren. Ein gutes Schloss gehört ebenso zur Grundausstattung. Wenn du dir beispielsweise ein teures E-Bike gekauft hast, willst du dieses auch sicher abstellen können. Ebenfalls praktisch sind Batterieleuchten, falls dein Fahrrad kein vorinstalliertes Licht hat. Diese lassen sich oftmals ganz einfach montieren und demontieren und können nach der Tour schnell im Rucksack verstaut werden.

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Duschmöglichkeiten checken

Du willst tagtäglich mit dem Rad in die Arbeit pendeln statt mit dem Auto? Auch das geht. Ein wichtiges Thema sind dabei die Duschen. Denn sowohl bei schlechtem Wetter als auch bei Hitze kann es gut vorkommen, dass du deine Klamotten wechseln willst, bevor du mit deinem Job beginnst. Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern Duschen an, sodass du dies bei deinen Planungen miteinbeziehen solltest. Ein Tipp: Wenn du Wechselkleidung und einen Waschbeutel in der Arbeit griffbereit hast, erleichtert dir das deine täglichen Radfahrten in die Arbeit erheblich.

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Die Routenplanung

Ein weiterer wichtiger Tipp, den du befolgen solltest, ist die Planung deiner Routen. Plane deine Strecken vorab und achte darauf, dass möglichst viele Wege radfahrfreundlich sind. Informiere dich über Radwege in deiner Nähe und nutze diese, wo es möglich ist. Auch Apps wie Google Maps können dir helfen, die beste Route für dich zu finden. Wenn du regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs bist, solltest du dir auch einen Fahrradcomputer mit GPS-Funktion zulegen. Dieser kann dir helfen, neue Routen zu finden und so deine Strecken abwechslungsreicher zu gestalten. Tipp: Wenn du dich nicht sicher bist, ob eine bestimmte Strecke für deinen Arbeitsweg geeignet ist, kannst du sie am Wochenende zuvor abfahren und dabei auf mögliche Hindernisse achten. So weißt du genau, was dich erwartet, und kannst am darauffolgenden Montag beruhigt deinen Arbeitsweg antreten.

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Einfach machen

Der letzte Tipp mag abgedroschen klingen, es ist aber wohl der wichtigste Ratschlag. Wenn du vom Auto auf das Fahrrad umsteigen willst, dann mach' es einfach. Letztendlich geht es bei diesem Umstieg nämlich auch darum, etablierte Verhaltensmuster zu brechen. Wenn du jeden Tag zehn Kilometer in die Arbeit pedalieren musst, erscheint das im ersten Moment vielleicht viel. Aber wenn du es machst, wirst du schnell feststellen, welche Vorteile das Pendeln mit dem Fahrrad hat: Du beginnst den Tag mit einer sportlichen Einheit, du stehst nicht mehr im Stau, du bist umweltfreundlicher unterwegs und in Zeiten von hohen Benzinpreisen sparst zu nebenbei den Geldbeutel. Also, worauf wartest du noch?

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